Evangelisches Flüchtlingsnetzwerk Hannover-Garbsen-Seelze

Herzlich willkommen! Das Evangelische Flüchtlingsnetzwerk Hannover-Garbsen.Seelze ist ein Netzwerk des Evangelischen Stadtkirchenverbandes in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Hannover.

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Wie sieht die Realität auf dem Mittelmeer und in Libyen wirklich aus?

Diese Frage beantwortete am Montagnachmittag Till Rummenhohl von der Organisation SOS Mediterraneé dem Staatssekretär Heiger Scholz, Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Anschließend nahm sich auch Rainer Müller-Brandes, Diakoniepastor und Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Hannover, Zeit für ein Gespräch mit Rummenhohl.

Bild: Thiele

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Sterben für das Paradies

„Wenn ich mir von meinen Mitmenschen wünsche, dass sie mit Menschlichkeit und Verständnis an das Thema Migration herangehen, muss ich sie mit meinen Berichten
über das Erlebte erreichen.“ Till Rummenhohl war im Sommer 2016 und 2017 mit der Organisation SOS Méditerranée auf einem Rettungseinsatz vor der libyschen
Mittelmeerküste. Sein Vortrag beschreibt die gesamte Reise der Fliehenden und zeigt auf, wer sie sind.

Am 4. Dezember um 18.00 Uhr ist er für das Bündnis für Menschenrechte zu Gast im großen Saal des Diakonischen Werkes Hannover, Burgstraße 10. Der Eintritt ist frei.

Informationen zur Person:
Till Rummenhohl (*1992 in Göttingen) lebt in Hamburg und ist Student im Master Schiffbau und Meerestechnik an der TU Hamburg Harburg.

Weitere Informationen:

Bild: Till Rummenhohl

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Am letzten Freitag ist die Schreibwerkstatt gestartet. Wer noch einsteigen möchte, kann dies gerne tun. Alle Infos rund um das neue Projekt unseres Netzwerkes finden Sie auf dieser Internetseite: https://wirschafftendas.wordpress.com/

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„Schreib das auf!“


Im Jahr 2015 begann die große Flüchtlingsbewegung. In dieser Zeit hat die   Zivilgesellschaft durch vielfältiges individuelles Engagement Erstversorgung, Willkommenskultur und erste Schritte zur Integration von Geflüchteten geleistet. Da ist vieles erfolgreich gewesen. Manches hat sein positives Ende noch nicht gefunden. Es war und ist eine bewegte und bewegende Zeit. Den Schatz des Erlebten gilt es zu aufzubewahren.

Wir laden ein zu einer Schreibwerkstatt unter der Überschrift „Schreib das auf!“
Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten hier die Möglichkeit, Beobachtungen, Erfahrungen und Erlebnisse eigenschriftstellerisch – oder wenn gewünscht – durch
professionelle Impulse zu verschriftlichen. Das Ergebnis bleibt entweder bei den VerfasserInnen, oder es entsteht eine Textsammlung, die auf Papier oder
elektronisch verbreitet werden kann. Gegebenenfalls können Lesungen organisiert werden.

„Schreib das auf!“ ist eine Schreibwerkstatt, initiiert vom Evangelischen
Flüchtlingsnetzwerk Hannover Garbsen Seelze. Um Anmeldung wird gebeten – Kosten entstehen nicht.

Einladung zur Kick-off-Veranstaltung mit einem gemeinsamen Abendessen am:
27. Oktober ab 19.00 Uhrin der Kreuzkirche
(Kreuzkirchhof 3, 30159 Hannover - Altstadt)

Bei der Auftaktveranstaltung werden
  • die beiden Gruppen (Garbsen/Hannover) eingeteilt,
  • die Arbeitsmodelle vorgestellt (Blockseminar/wöchentliche Einheiten)
  • und die jeweiligen Termine bekannt gegeben.
Alle weiteren Fragen können direkt mit den Journalistinnen Jutta Grätz (Garbsen) und Sabine Dörfel (Hannover), sowie den Koordinatoren Johannes Meyer und Rebekka Hinze angesprochen werden.

Kontakt/Anmeldung:
  • Johannes Meyer | johannes.meyer@evlka.de | 0511 3687-166 | Burgstraße 10 | 30159 Hannover
  • Rebekka Hinze | r.hinze@kirche-in-horst.de | 01523 1908304 | Böttcherstraße 10 | 30419 Hannover


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Bild: Hinze/Taha Basch

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Was glaubt mein Nachbar?


An fünf Abenden werden fünf Religionen näher ins Blickfeld gerückt, dabei wird mal der Blick von außen auf eine Glaubensrichtung geworfen, mal geht es um die innere Blickrichtung. Blicke sollen aber auch durch Räume schweifen können - daher werden wir an zwei Abenden den Raum wechseln und uns in einer Synagoge bzw. einer evangelischen Kirche treffen. Den Abschluss der Reihe bildet ein gemeinsamer Besuch des Hauses der Religionen, wo wir weitere (Welt-)Religionen näher kennenlernen können.

Termine:

09.10.2017 I 19.00 Uhr I Synagoge Stöcken, Fuhsestraße 6, 30419 Hannover
Ask the Jew - Was Sie schon immer über das Judentum wissen wollten
mit: Monty Ott (Dialogbeauftragter der liberalen jüdischen Gemeinde Hannover) und Martin Beckmann (Religionswissenschaftler)

06.11.2017 I 19.00 Uhr I Stadtbibliothek Garbsen, Seminarraum (Seiteneingang), Rathausplatz 13, 30823 Garbsen
Der Islam und seine Wurzeln - Grundpfeiler der Lebensorientierung aus islamischer Perspektive
mit: Hamideh Mohagheghi (Theologin an der Universität Paderborn und Sprecherin des Rates der Religionen Hannover)

04.12.2017 I 19.00 Uhr I Ev.-luth. Willehadi-Gemeinde, Orionhof 4, 30823 Garbsen
Was man zu wissen glaubt - Eine religionswissenschaftliche Einführung in das Christentum
mit: Martin Beckmann (Religionswissenschaftler)
(Bereits um 17.30 Uhr lädt der Unterstützerkreis Garbsen zu einer Adventsfeier ein)

05.02.2018 I19.00 Uhr I Stadtbibliothek Garbsen, Seminarraum (Seiteneingang), Rathausplatz 13, 30823 Garbsen
Wenn man glaubt zu wissen - Hürden der religionswissenschaftlichen Arbeit am Beispiel der Aleviten (Inszeniertes Streitgespräch)
mit: Cemalettin Karatas (Lehrer für alevitischen Religionsunterricht) und    Martin Beckmann (Religionswissenschaftler)

06.03.2018 │ 19.00 Uhr │ Stadtbibliothek Garbsen, Seminarraum (Seiteneingang neben der Polizei), Rathausplatz 13, 30823 Garbsen
Die Eziden – Geschichten und Traditionen
mit: Rauf und Hatun Tuku, sowie Martin Beckmann (Religionswissenschaftler)

10.04.2018 I 19.00 Uhr I Haus der Religionen, Böhmerstraße 8, 30173 Hannover
Interreligiöser Dialog - Ein Besuch im Haus der Religionen
mit: Martin Beckmann (Religionswissenschaftler)



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Migration und Integration - Worüber sprechen wir eigentlich (nicht)?

Flüchtlingsnetzwerk Willkommen und Stadt organisieren Vortrag mit renommiertem Migrationsforscher Professor Jochen Oltmer

 

GARBSEN-MITTE (stp). Migration verändert die Welt – aber warum, auf welche Weise und mit welchen Folgen? Antworten auf diese Fragen sowie viele Anregungen und Denkanstöße gab  der renommierte Osnabrücker Migrationsforscher Professor Jochen Oltmer am Donnerstag, 31. August, im Forum der IGS Garbsen. 

Oltmers Interesse gilt dabei seit 1990 dem Wandel der deutschen, europäischen und globalen Migration vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt seiner historischen Migrationsforschung stehen Formen von Migration wie Arbeits- und Siedlungswanderung sowie Gewaltmigrationen wie Flucht, Vertreibung und Deportation. Zudem untersucht er die Reaktionen aller beteiligten Akteure.

„Migration war schon immer normal in der Geschichte der Menschheit“, sagt Oltmer, „Menschen waren immer schon in Bewegung.“ Der Migrationsexperte wird sich auch den Fragen widmen, was Integration überhaupt ist, und warum sich Gesellschaften zum Teil offen gegenüber Migration zeigen und sich manche dem Thema verschließen. Zudem erläutert er die Grundzüge des Redens und Schreibens über Migration und ihre Folgen.

 

Gerade der Blick auf Migration und Asylpolitik hänge von der Perspektive ab und werde permanent neu ausgehandelt. Migration sei weder grundsätzlich gut noch schlecht, so Oltmer. Dennoch beherrschten einseitige Positionierungen und Polarisierungen das Reden und Schreiben über das soziale Phänomen: Die einen verstünden Migration als Ergebnis von Krisen, Katastrophen und Defiziten – und ihre Folgen als Gefahr für Sicherheit, Wohlstand, gesellschaftliche und kulturelle Homogenität. Migration erscheine damit als Risiko, das dringend der intensiven politischen Vor- und Nachsorge bedürfe.

Andere wiederum sähen vornehmlich Potenziale für die Entwicklung des Arbeitsmarkts sowie Perspektiven für ökonomische, soziale und kulturelle Innovationen – im Zielland oder im Herkunftsland der Bewegungen. Nichts daran sei falsch: Wie für jedes soziale Phänomen könnten die Folgen und Effekte von Migration sehr unterschiedlich wahrgenommen und eingeschätzt werden.

 

 

Zur Vita von Jochen Oltmer:

Jochen Oltmer ist Außerplanmäßiger Professor für Migrationsgeschichte am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Er arbeitet zu deutschen, europäischen und globalen Migrationsverhältnissen in Vergangenheit und Gegenwart.

Oltmer ist unter anderem Herausgeber des „Handbuch Staat und Migration in Deutschland vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart.“ sowie Autor von „Migration vom 19. bis zum 21. Jahrhundert“ und des Jugendsachbuchs „Vom Ein- und Auswandern. Ein Blick in die deutsche Geschichte.““

 

2006 entstand in einem Projekt mit dem Garbsener Stadtarchiv die Publikation „In Garbsen angekommen – Zuwanderung und Integration vom Ende des Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart.“


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Begegnungsort für Geflüchtete im Innenstadtbereich

am 9. Februar haben wir – das Evangelische Flüchtlingsnetzwerk Hannover-Garbsen-Seelze gemeinsam mit dem CVJM Hannover ein neues Projekt in den Räumlichkeiten des CVJM Hannover, rückwärtiger Eingang des CVJM Hotels in der Kleinen Packhofstraße, gestartet. Dort  bieten wir donnerstags von 15-18 Uhr ein Café für Flüchtlinge an. Es ist ein niedrigschwelliges Angebot zur ersten Kontaktaufnahme für Flüchtlinge mit Menschen aus Hannover und Umgebung sein. Wir kommen bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch und nehmen uns Zeit für die Anliegen der Flüchtlinge. 

Als Evangelische Kirche in unserer Stadt  drücken wir dadurch unsere Willkommens-Kultur, als Teil unseres christlichen Handelns, aus. Wir möchten „Leben teilen“. In direkter Innenstadtnähe werden in den nächsten beiden Jahren ca. 600 Flüchtlinge im ehemaligen Maritim-Hotel und Containern am Waterlooplatz untergebracht sein.

Und ab dem 10. August 2017 wird eine Fotoausstellung in den Räumen des Cafés gezeigt. Es sind Bilder von Jürgen Baumeister. Er hat Menschen, die zu uns geflohen sind und jetzt in der Stadt Seelze leben, porträtiert.

Bild: Thiele

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Unsere Fortbildungen im 2. Halbjahr 2017 finden Sie unter "Fortbildungen" und im aktuellen Flyer!
Dokument: 11412_flyer_RZ.pdf (PDF)
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Abschlussveranstaltung des Projektes Ponte - Brücken in die Arbeitswelt

Nach zwei Jahren ist das Projekt Ponte - Brücken in die Arbeitswelt jetzt abgeschlossen.  Regine Kramarek, Bürgermeisterin der Stadt Hannover, Rainer Müller-Brandes, Diakoniepastor und Marlies Ahlers, Pastorin der Michaelis Kirchengemeinde sagen Danke für die geleistete Arbeit.
Maria Eggers, in den zwei Jahren verantwortlich für das Projekt, im Gespräch mit zwei Teilnehmenrn.

Bild: Thiele

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